D-Düsseldorf
Logistikzentrum Yusen Air

Wettbewerb 2006
Planungszeit |  -leistung: LP 1-2, 2006
Größe: BGF 12.800 m²
Invest: 8.9 Mio. EUR
Auftraggeber: Yusen Air, Düsseldorf

Programm

Büros und Lagerflächen

„Ästhetik eines Barcodes“

Die Idee | Yusen Air & Sea Services ist ein weltweit operierender Logistiker. Transport, neben Verpackung, Zwischenlagerung und Kommissionierung sind Standards und Kerngeschäft gleichzeitig. Ohne den Einsatz von höchst effizienten Barcode-Systemen wären diese Operationen nur schwer denkbar.

Auf der Suche nach einem Leitbild für das Gebäude eines Logistikunternehmens, inspirierte uns die Ästhetik eines Barcodes.

Aufgabenstellung ist, ein signifikantes wie städtebaulich und architektonisch qualitätvolles Domizil für Yusen mit hohem Wiedererkennungswert zu entwerfen, das in gleichem Maße wirtschaftlich realisierbar ist, als auch Düsseldorfs Anspruch an qualitätvolle Stadtgestalt gerecht wird.

Die unterschiedliche Anordnung von transparenten/transluzenten und opaken Elementen spielt hier nun geschickt mit der elementaren Ästhetik dieses „Strichcodes“ und lässt ein architektonisch eigenständiges wie eingängiges Gestaltungsthema mit einem hohen Wiedererkennungswert entstehen. Es steht als „pars pro toto“ für die Profession des Bauherrn und seine Kompetenz im Logistikbereich.

Die Fassade entwickelt sich aus einer Komposition aus offenen und geschlossenen, hellen und dunklen, vertikalen Elementen und löst das sonst starre und unmaßstäbliche, wie belanglose Bild der meisten  Logistikbauten mit spielerischer Leichtigkeit auf.

Eine denkbar einfache und elementare Komposition, die sich selbstverständlich und konsequent aus der Thematisierung der Aufgabenstellung herleitet.

Die Bereiche Büro und Lagerhalle bilden hierbei semantisch eine Unternehmenseinheit mit funktional unterschiedlichen Inhalten, so dass für beide zwei unterschiedliche Variationen des gleichen Fassadenthemas entwickelt worden sind.

Bei Dunkelheit und künstlichem Licht von innen heben sich diese Variationen gegeneinander auf.

Büroriegel und Halle werden noch mehr zu einer Einheit und der ganze Komplex wird zu einer großen leuchtenden Werbeskulptur mit hohem ästhetischen Reiz.

Fassade Büro | Die „hellen“ geschlossenen Bereiche der Fassade bestehen aus unterschiedlich breiten, tragenden  Betonfertigteilelementen, die mit silbergrau beschichteten Aluminiumblechen verkleidet sind. Zwischen den Fertigteilen sind raumhohe Fenstertüren aus schwarz/anthrazit beschichteten Aluminiumprofilen angeordnet.

Die tief rot gefärbte Laibung der Fensterelemente differenziert Büro und Halle deutlich voneinander und spielt subtil mit den roten Streifen im Logo von Yusen. Der Büroriegel erhält hierdurch einen zusätzlichen ästhetischen Reiz und dezente Dominanz gegenüber der Lagerhalle.

Die Anordnung der Elemente ist so auf das geplante Büroraster von 1,375 m abgestimmt, daß eine flexible Büroaufteilung auch in Zukunft ohne Probleme gewährleistet ist.

Sonnenschutz wird  aufgrund der Ausrichtung der Fassaden (NNW/NNO) nicht notwendig. Der innen liegende Blendschutz ist motorisch raumweise steuerbar.

Das gute Verhältnis von ca. 47% Fensterfläche ist die Grundlage für den optimalen Energiehaushalt des Gebäudes.

Fassade Halle| Die Hallenfassade besteht aus einem Bausystem aus Blechsandwichpaneelen und transluzenten Lichtbauplatten aus Polycarbonat (Stegplatten). Der Thematik des Barcodes bildet sich aus den schwarz/anthrazit beschichteten Blechelementen und den weißlich/transluzent schimmernden Stegplatten die über ein Nut- Federsystem flächenbündig miteinander verbunden werden.

Diese Konstruktion gilt als sehr effizient und wirtschaftlich.

Mitarbeiter

Ralf Herkrath, André Boucsein, Benjamin Bebiolka

  • Kontakt

    SPAP
    Architektur Stadt Landschaft
    BDA DASL

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