D-Karlsruhe
Landeszentralbank Baden-Württemberg

Wettbewerb 2004
Größe: HNF 8.550 m² |BGF 18.411 m² | BRI 67.265 m³
Invest: ca. 25,0 Mio. EUR

Programm

Büros, Läden, Tiefgarage

Leitidee | Ein kompakter, homogener Baukörper mit architektonischer Substanz und Authentizität. Ein diszipliniert entworfener Baukörper, poetisch-rational, gründlich durchgearbeitet. Ein eigenständiger moderner, nicht modernistischer Baukörper mit großer räumlicher Qualität und plastischer Kraft. Ein Bau, der sich im Zirkelschlag „Schlossplatz“ vollständig integriert, der ursprünglichen barocken Planstadt mit seiner Typologie dient und sich dennoch selbstbewusst als Zeuge der Gegenwart behauptet. Integration des Gebäudes Zirkel 32.

Das Atrium | Oval, großes kaskadenartiges Queroval! Der Zeit Weinbrenners seine Referenz erweisend. Im Barock als neu erfundener biaxialer Idealraum, den Dynamismus des damaligen Neuen Zeitalters ausdrückend, ist es heute, gerade wegen seiner räumlichen Qualität, als Archetypus manifestierte architektonische Grundform, die perfekt die Dynamik des Raumes erleben lässt. Als Queroval den Zirkel kraftvoll unterstützend. Nukleus des radialen Quadranten.

Die Fassaden | Außen, Auflösen der konventionellen Lochfassade in eine Partitur aus vertikalen unterschiedlich geschosshohen und unterschiedlich gerichteten Natursteinschuppen. 70 cm dahinter, als erste Haut eine Ganzglasfassade. Tiefe entsteht, Transparenz und Öffnung nach außen – ohne sich auszuziehen. Die Partitur schafft das homogene Ganze, plastisch, fein strukturiert und gegliedert, von zeitloser Eleganz und Solidität. Das Offene des Glases spiegelt in seiner Semantik die Öffnung zur Stadt und zum Schloss, ist Bekenntnis zur Idealstadt, aber auch Öffnung zum Kunden und Empfang desselben. Innen, Lochfassade aus raumhohen Fenstertüren zu den umlaufenden Terrassen, in ihrer seriellen Reihung die Form des Ovatos unterstützend, um ein dynamisches Atrium von großer räumlicher Qualität und Plastizität zu erhalten. Innen und Außen sind different. Das Zwei-Seiten-Prinzip tritt in Erscheinung. Räumliche Spannung wird aufgebaut, Bewusst ist das Innere introvertiert und das Äußere extrovertiert.

Die Grundrisse | Das Abbild des Ovatos im Inneren von ständiger Präsenz. Das Foyer 4-geschossig, als komplexes, kaskadenartiges räumliches Konstrukt. Das Programm umgesetzt, wie gefordert. Funktionale Grundrisse mit großer Flexibilität, im Hinblick auf eigene Nutzung und Vermietbarkeit optimiert. Zelle, Kombi, Großraum, alles ist möglich – Dank der Kaskade. Und im Erdgeschoss ist Tiefe für Veranstaltung und Cafeteria- Dank der Kaskade. Und alles in der reinen Form, ohne Patzer. Kerne, bis zu 2 vermietbare Einheiten pro Kern. Auch hier hohe Flexibilität und durch differenzierte Nutzbarkeit generiert sich wirtschaftliche Langlebigkeit der Immobilie.

Mitarbeiter

Jan Holzhausen, Ralf Herkrath, Sonja Wolfram, Monika Heliosch

ARGE mit Heinrich+Wörner

  • Kontakt

    SPAP
    Architektur Stadt Landschaft
    BDA DASL

    Postfach 100808
    D-44008 Dortmund