D-Nordhorn
Anbindung Ring-Center an die Innenstadt

Städtebaulicher Wettbewerb 2005, Ankauf
Größe: 268 ha
Auftraggeber: Stadt Nordhorn

Programm

Stadtraumgestaltung

Aufgabe | Das Planungsgebiet ist durch zwei funktionale Strukturen gekennzeichnet. Einerseits die gewünschte Verbindung zwischen Ringcenter und Innenstadt bzw. Markt, und andererseits dem Ufer der Vechte als Teil der grünen Ringstruktur um die Altstadtinsel. Entsprechend ihrer funktionalen Bedeutung werden die beiden Wege unterschiedlich gestaltet.

Arkadenband | Das Band ermöglicht die direkte und schnelle Verbindung zwischen Ringcenter und Stadt, es ist eine belebte Promenade mit städtischem Charakter. Mit einer Breite von 5m ist ausreichend Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer.

Die Arkade des Ringcenters wird durch kräftige Stahlsäulen (entsprechend den Stützen der Arkade) räumlich bis zur Bentheimer Torbrücke fortgeführt und rückt so den Eingang des Ringcenters direkt an  die Schnittstelle zwischen Innenstadt und Markt.

Der Bodenbelag des Arkadenbandes aus großformatigen Betonsteinen (wilder Verband, in Laufrichtung verlegt) verstärkt die mitführende Wirkung des Bandes.

Der Vorbereich des Torhauses wurde entsprechend seiner Nutzung für die Gastronomie als Biergarten gestaltet. Das Holzdeck wird durch eine labyrinthische Struktur aus Hecken gegliedert, die ruhige Bereiche zum Entspannen nach dem Einkaufen schafft.

Die Holzbrücke zwischen Promenade und Ochsenstraße wird verbreitert und die Vernetzung mit der Innenstadt gestärkt.

Der Parkplatz am Schweinemarkt bleibt in seiner jetzigen Gestaltung erhalten.

Uferlandschaft | Die Uferlandschaft komplettiert den grünen Ring um die Vechte-Insel (Altstadt). Stahlbänder formen die Uferböschung zu einer topographischen Skulptur, dabei wird der alte Baumbestand in die neue Planung integriert. Es entsteht eine netzartige Wegestruktur in einer grünen Landschaft, die zum Schlendern, Verweilen und Erholen einlädt.

Durch die geschwungenen Stahlbänder entstehen Bereiche auf unterschiedlichen Niveaus, die Zugang zum Wasser oder einen Blick über die Uferlandschaft erlauben.

Überlagerung |  An der räumlichen Engstelle zwischen Schweinemarkt und Bentheimer Torbrücke entwickelt sich die Landschaftsskulptur zu einer begrenzenden Stahlwand. So ist es möglich, das sich das „Band“ an den Verlauf der Vechte anschmiegt. Einzig die alten efeuberankten Bäume als markante Gestalten der Flusslandschaft machen die Überlagerung von „Uferlandschaft“ und „Band“ spürbar.

Der Fluss verknüpft durch seine attraktiven  räumlichen Qualitäten Markt, Innenstadt, Ringcenter und Parklandschaft.

Mitarbeiter

Petra Hartmann, Ralf Herkrath, Jan Holzhausen

Landschaftsarchitekten: Büro Drecker

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