PL-Warschau
Deutsche Botschaft

Wettbewerb 2002
Größe: BGF 5.000 m²
Invest: 15,0 Mio. EUR

Programm

Kanzlei und Residenz

„Solitäre im Park, thematisch verbunden – Einzelbauten, dennoch ein Bauwerk“

Das Konzept sieht vor, auf dem Grundstück mit großem, alten Baumbestand im Warschauer Diplomatenviertel, ein Ensemble aus zwei Gebäuden zu realisieren, die in ihrer äußeren Erscheinung bewusst gleich sind und somit deutlich ihre Zusammengehörigkeit dokumentieren. Beide unterscheiden sich lediglich durch ihr Volumen und ihre Geschossigkeit und zeigen damit die unterschiedlichen Funktionen der Botschaft. Beide sind durch einen Verbindungsgang in ebenso gleicher Anmutung verknüpft. So entsteht ein Gebäudeensemble aus Kanzlei und Residenz, das auf subtile Weise sehr viel großzügiger und repräsentativer wirkt als es eigentlich von seinem Raumprogramm her in der Lage ist. Ein Band aus gebäudehohen, vertikalen Sonnenschutzelementen bindet beide Gebäude zusammen und schafft die elegante Anmutung eines überdimensionalen Vorhangs als Sicht- und Sonnenschutz nach Süden und Westen.

Konzeptideen

Die Botschaft, bestehend aus Kanzlei und Residenz bilden einen baulichen Komplex aus zwei Einzelgebäuden. Das Thema der klassischen Kolonnade – hier zeitgemäß umgesetzt als Band aus vertikalen Brise-Soleil-Elementen verknüpft beide Bauten; eine weitere Verbindung schafft ein parallel verlaufendes Wasserband.

Beide Gebäude sind auf dem Grundstück so platziert, dass der bestehende Park und die neue Architektur konzeptionell eine Einheit bilden; der Park bleibt als zusammenhängender Grünraum bestehen. Kanzlei und Residenz sind aufeinander bezogen und stehen im Dialog mit dem Park. Kanzlei und Residenz bilden jeweils U-förmige Grundrissanordnungen zum Park.

Eindeutige Adressbildung und repräsentative Öffnung sowie Haupterschliessung der Kanzlei zur Ul. Jaszdow; Ost-Erschliessung der Residenz in achsialer Form – dadurch auch Fassade zur Weichsel bzw. „Warschauer Böschung“. Konsequente Öffnung der Bauten nach Süden und Westen in Form einer offenen,  gläsernen Fassade, geschlossene Fassaden bzw. steinerner „Rücken“ nach Norden und Osten.

Brise-Soleil nach Süden und Westen – optimale Möglichkeiten einer energetisch intelligenten Konzeption; natürliche Belüftung; passive Solarenergien durch Atrien/Hallen zur Sonne; Photovoltaik in Brise-Soleil-Elemente integriert, Erdwärmetauscher. Abschnittsweise Realisierung möglich, jetziges Kanzleigebäude kann vorerst bestehen bleiben und während der Bauarbeiten weiter genutzt werden. Gemeinsame Nutzung verschiedener Räume sowohl durch Kanzlei als auch Residenz durch Verbindungsbauwerk, ohne Sicherheitsinteressen zu verletzen

Mitarbeiter

Karen Engstfeld, Maren Scholz

  • Kontakt

    SPAP
    Architektur Stadt Landschaft
    BDA DASL

    Postfach 100808
    D-44008 Dortmund